Kurze Vorstellung des Kajka X-Lätt 45
Beim Kajka X‑Lätt 45 von Fjällräven handelt es sich um einen leichten und zugleich robusten Trekkingrucksack, der auf eine ausgewogene Kombination aus Haltbarkeit, Funktionalität und geringem Gewicht ausgelegt ist. Das Hauptfach mit einem Volumen von 45 Litern aus strapazierfähigem Vinylon F bietet ausreichend Platz für mehrtägige Touren und wird durch einen praktischen Snowlock-Verschluss ergänzt. Bei diesem handelt es sich um einen klassischen Kordelzug-Verschluss, den du zuziehen und das Packfach so ziemlich dicht verschließen kannst; das Deckelfach wird dann darübergelegt und nochmals mit zwei Steckschnallen befestigt. Das Material des Rucksacks ist wasserabweisend, und bei der Herstellung des Rucksacks kommen keine PFAS zum Einsatz. Der Rahmen aus Birkenholz sorgt für Stabilität bei gleichzeitig geringem Gewicht, während sich das Tragesystem flexibel an unterschiedliche Rückenlängen anpassen lässt.
Durchdachte Details wie elastische Seitentaschen, eine abnehmbare Fronttasche und eine herausnehmbare Innentasche, die sich separat als Umhängetasche nutzen lässt, erhöhen die Vielseitigkeit. Auch die außenliegenden Kompressionsriemen tragen zu den flexiblen Nutzungsmöglichkeiten bei, denn wenn der Rucksack nicht voll beladen ist, lässt sich so das Gesamtvolumen anpassen. Die Konstruktion ist außerdem bewusst reparaturfreundlich gehalten und mit einem Trinksystem kompatibel. In der Größe M/L verfügt das Modell über längere Schultergurte sowie einen breiteren Hüftgurt, was besonders für Personen mit kräftigerem Oberkörper geeignet ist. Ergänzend kommen recycelte Materialien in stark beanspruchten Bereichen zum Einsatz. Das Gewicht des Kajka X-Lätt ist mit etwas über 1kg geradezu federleicht für so einen voluminösen Rucksack!
Fjällräven empfiehlt eine Maximal-Beladung von etwa 13kg.
Unterwegs im Donautal mit dem Kajka X-Lätt 45
Ich durfte den Fjällräven Kajka X‑Lätt 45 auf einer zweitägigen Tour durchs Donautal (22 km, ca. 800 Höhenmeter) testen. Ich bin 1,65 m groß und war mit leichtem bis moderatem Gewicht unterwegs – perfekte Voraussetzungen also, um zu schauen, wie sich Fjällrävens ultraleichter Trekkingrucksack in der Praxis schlägt.
Passform & Tragegefühl
Kurz gesagt: Der Rucksack hat mir richtig gut gepasst. Der Kajka X‑Lätt liegt sehr angenehm am Rücken an und sitzt stabil, ohne einzuengen. Besonders positiv fällt das Holzrahmen-System auf, weil es eine spannende Alternative zu den sonst gern verwendeten Aluminiumstreben darstellt. Insgesamt stellen sich so schnell ein gutes Gleichgewicht und ein natürliches Tragegefühl ein.
Ein echtes Plus im Alltag: Der Rucksack kann easy von selbst stehen! Klingt banal, macht aber beim Packen, bei Pausen oder beim Fotos schießen einen großen Unterschied.
Minimalismus als Konzept- Taschen & Organisation
Der Fjällräven Kajka X‑Lätt ist klar auf Gewichtsersparnis ausgelegt, und das merkt man vor allem bei der Aufteilung.
Zur Verfügung stehen:
- ein großes Hauptfach
- eine kleine herausnehmbare Innentasche
- eine Tasche im Deckel
- eine flache Netztasche an der Front
Dazu gibt es wie gewohnt zwei Seitentaschen für Flaschen oder anderes Equipment. Damit kommt man zurecht, für meinen Geschmack könnte es aber etwas mehr sein. Es gibt kaum Unterteilungen, was bedeutet: Wer öfter (wie ich ;-) Kleinigkeiten griffbereit braucht, muss entweder sehr gut packen oder öfter absetzen.
Am Hüftgurt gibt es zwar eine kleine zusätzliche Tasche, in der Snacks oder wichtige Kleinigkeiten wie das Handy Platz finden.
Die Seitentaschen habe ich während der Tour besonders intensiv genutzt: Auf der einen Seite hatte ich meine Wasserflasche, auf der anderen Kamera, Taschentücher, Snacks und Sonnenbrille griffbereit verstaut. Sehr positiv ist dabei, dass die Taschen nicht nur von oben, sondern auch von vorne zugänglich sind, denn so kommt man auch während des Laufens gut an den Inhalt heran.
Wie viel Platz die Seitentaschen tatsächlich bieten, hängt natürlich auch vom genutzten Packvolumen im Rucksack selbst ab. Bei mittlerer Beladung hat meine 1‑Liter‑Flasche noch gut hineingepasst, allzu viel Spielraum bleibt dann aber nicht mehr. Da der Rucksack aber für ein Trinksystem vorbereitet ist, lässt sich die Flüssigkeitsversorgung unterwegs auch auf diesem Wege sicherstellen.
Vorausschauend packen sollte man allerdings, gerade auch, um das Gewicht sinnvoll zu verteilen. Trägt man sein Wasser nämlich in einer Flasche und nur auf einer Seite in der Seitentasche, kann sich das bei längeren Distanzen spürbar auf das Gleichgewicht auswirken. Um da ein etwaiges Ungleichgewicht zu vermeiden, muss man entweder beidseitig Flaschen einplanen, oder es mit dem restlichen Gepäck oder dem zusätzlichen Wasser im großen Innenraum des Rucksackes entsprechend ausgleichen.
Polsterung: ausreichend, aber nicht üppig
Für einen Trekkingrucksack ist die Polsterung des Fjällräven Kajka X-Lätt 45, dem Gesamtkonzept folgend, eher minimalistisch gehalten.
Am Hüftgurt und an den Schulterträgern hätte ich mir etwas mehr Komfort gewünscht, vor allem, wenn das Gewicht Richtung Obergrenze geht. Für meine Tour war es okay, bei schwererer Beladung oder längerer Gehzeit könnte das aber durchaus ein Thema werden.
Was bleibt unterm Strich?
Der Fjällräven Kajka X‑Lätt 45 ist ein sehr schöner, durchdachter und angenehm leichter Trekkingrucksack, der genau das macht, was er soll.
- Er trägt sich gut,
- bietet ausreichenden Stauraum,
- hat einige interessante Pack-Details,
- sieht großartig aus und
- überzeugt mit einem stabilen, ausgewogenen Tragesystem.
Man sollte sich aber bewusst sein, dass er minimalistisch konzipiert ist, was bedeutet:
- Organisation und Taschen sind reduziert gegenüber dem, was man von „regulären“ (dann aber in der Regel auch deutlich komplexeren und schwereren) Trekkingrucksäcken so gewohnt ist.
Wer genau das sucht – einen leichten, komfortablen und schönen Rucksack für ein bis drei Tage mit überschaubarem Gepäck – wird mit dem Kajka X‑Lätt sehr glücklich. Für mich war er ein zuverlässiger Begleiter durchs Donautal, mit einem insgesamt sehr runden Eindruck. Und die herausnehmbare Innentasche ist ein echter Bonus – gerade, wenn man z.B. beim Trekking sein Camp aufgeschlagen hat, am Abend aber gern eine Pizza im Ort essen möchte, kann diese Tasche als Umhängetasche mit den Essentials gepackt und, über der Schulter hängend mitgenommen werden.





